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  • Otto Schönfelder

    Otto Schönfelder

    90 Jahre „jung“ …

    Der Name Schönfelder ist im Lerbachtal über viele Jahrzehnte sehr gut vertreten.

    Ein ganz besonderer Lerbacher begeht aber in diesen Tagen einen runden Geburtstag.

    Der herzliche Glückwunsch geht an Otto Schönfelder zu seinem 90. Geburtstag,
    verbunden mit den besten Wünschen für ihn und seine Familie.

    Goldene Hochzeit, 2008 – (c) Otto Schönfelder

    Sein Glück hat Otto Schönfelder mit Marta, geb. Templin bereits vor 1958 gefunden und immer bewahrt. 2008 konnte das Paar seine Goldene Hochzeit feiern.

    Otto Schönfelder ist mit seiner Heimat sein ganzes Leben lang eng verbunden geblieben – von den Höhen der „Freiheit“ aus. Er ist vielen Menschen im Lerbachtal, sowie im ganzen Harz mit Vorland bestens bekannt. Ein langes Berufsleben veranlasst aber auch mit Respekt und Hochachtung zu einer kleinen Rückschau:

    Als unsere Mutter noch Fotos mit der einfachen „Box“ von uns Kindern machte, war Otto Schönfelder schon mit richtig wertvollen Kameras ausgestattet. Den Umstieg auf moderne Digitalkameras hat er aber später zunächst etwas skeptisch verzögert, aber dann doch auch die neuen Techniken überzeugend angewendet und voll ausgenutzt.

    Otto Schönfelder in Aktion

    Er trat als junger Mann mit Fotoapparat in Lerbach in Erscheinung, nachdem der legendäre Hauptlehrer Ernst Bode und später Foto Schindler aus Osterode nicht mehr jahrelang die Lerbacher Geschehnisse ablichteten.
    Er wohnte in frühen Jahren – also in den 1930er bis 1950er Jahren – gegenüber vom Lehmtal im tiefer liegenden Haus (Sinkige) am Hang der Gülden Kirche und war für uns Oberlerbacher damit natürlich oft auf unserer Bildfläche gegenwärtig.

    Nacht-Skilauf in Lerbach ca. 1955 – (c) Otto Schönfelder

    Sportlich fiel er nicht besonders auf, obwohl er im Ort immer an allen sportlichen Veranstaltungen interessiert war. So machte er auch die abendlichen Fotos, als wir z.B. den ersten Nacht-Skilauf im Harz mit selbstgebauten Scheinwerfern einführten. Das fand anfangs an den Hängen nahe der Turnhalle in der Klappe und später auf der Mühlenwiese statt.
    Er fiel dann immer mehr auf, wenn Fotos von ihm im Osteroder Kreisanzeiger erschienen oder wenn er bei kirchlichen Anlässen oder bei Veranstaltungen der Lerbacher Vereine die fälligen Fotos machte. Immer dabei – bis heute nicht wegzudenken – ist die kleine Stufenleiter, von der aus er die Aufstellung der Gruppen dirigierte und sortierte und die Aufnahmen gemacht wurden.

    Wegen der unzähligen Feiern und privaten, kirchlichen und offiziellen Veranstaltungen, die er fotografisch begleitet und in Texten und Fotos über mehr als sechs Jahrzehnte dokumentiert hat, ist ihm ein sehr positiver Beitrag zum Zusammenleben der Menschen gelungen.

    Diamantene Konfirmation 2014 – (c) Otto Schönfelder

    Wenn man bedenkt, dass Otto Schönfelder über Jahrzehnte die Lerbacher Konfirmationsfotos – und später auch die Silbernen-, Goldenen-, Diamantenen- und Eisernen Konfirmanten – aufgenommen hat, dann kann man erahnen, wieviele junge und alte Lerbacher ihn kennengelernt haben und sich schon aus diesem Grunde diesem Glückwunsch sicherlich gern anschließen.

    Als Otto Schönfelder im Januar 2008 das Alter von 75 Jahren erreichte, hat Frank Koch als Lerbacher Ortsbürgermeister bereits in den Lerbacher Heimatblättern Nr. 29 sein Wirken, die Leistungen und die liebenswerten Eigenschaften als „Lerbacher Dorffotograf“ detailliert geschildert und gehofft, daß „er uns noch viele Jahre fotografieren kann“.
    Otto Schönfelder hat das voll beherzigt und fotografiert heute noch mit professioneller Aufmerksamkeit und Leidenschaft.

    Luftbildaufnahme vom Lerbachtal bis zum Brocken – (c) Otto Schönfelder

    Das er immer auf der Höhe unserer Zeit ist, beweisen auch seine Orts- und Landschaftsaufnahmen in den jährlichen Harz-Kalendern. Und auch durch seine Kreativität im Werbemittelbereich ist er nach wie vor aktiv.

    Sein verschmitzter Humor erscheint oft spontan und unvermittelt, bleibt aber in anhaltender Erinnerung. Viele Personen, die ihn erlebt haben, können über besondere, freundliche und lustige Eigenschaften und Begebenheiten mit Otto Schönfelder berichten.


    Lieber Otto – Alles Gute, bleib gesund und munter.

    H(ä)rzliche Grüße
    Wolfgang Gärtner
    Ruf 0211-403411
    email: gaertner@interform.de



    PS: Und noch etwas: Du solltest mal langsam deine Memoiren schreiben, damit weitere schöne Lebensereignisse bekannt werden und nicht verborgen bleiben.

  • Der Nikolaus kommt ganz bestimmt wieder…

    Dieser Schlitten hatte natürlich auch ausfahrbare Kufen … – (c) Thomas Warnack/dpa

    Ho, Ho, Ho !
    Eine Hommage an den Nikolaus – und auch an unseren Großvater Karl*

    Gegenüber vom früheren Lerbacher Hirtenhaus, also direkt unterhalb von der Alten Schule und vom Schützenhaus im Lerbacher Ortszentrum habe ich mit meinen Geschwistern im Haus Nr. 70 meine Jugendzeit verbracht.
    Mit unserer ostfriesischen Mutter Gerdine, geb. Smid und unseren Ur-Lerbacher Großeltern Ida und Karl Gärtner* sind wir aufmerksam und wohlbehütet aufgewachsen.

    Mein Großvater Karl Gärtner*, der „Kleine Karl“, auch „Cousin“ genannt, war als alter Lerbacher ab 1934 der erste und viele Jahrzehnte lang der Rendant der ältesten Sparkasse in Deutschland, aber insbesondere unser liebenswerter Großvater.
    Er ging ziemlich oft sonntags in die Kirche, hat uns dorthin mitgenommen und nahm am Gottesdienst immer auf der Empore unterhalb der Orgel teil. Aber wöchentlich und ganz regelmäßig ging er freitags rüber ins Schützenhaus zur Concordia-Singstunde – nur mit Gesang konnte die jeweilige Woche enden.
    Der „Kleine Karl“ machte im Ort alles zu Fuß und hatte viele echte und enge Freunde im langen Dorf.

    Er war ein ganz zuverlässiger, gradliniger, liebenswerter, aber auch strenger Mann und hat dadurch auf meine Erziehung einen nicht unwesentlichen Einfluss ausgeübt.

    Opa Karl Gärtner mit Engelke, Karla und Wolfgang, 1944 – (c) Wolfgang Gärtner

    Dazu gehörten „wie an Vater statt“ z.B. auch jährlich Anfang der Adventszeit seine wiederholten Fragen, ob wir auch artig, ehrlich und freundlich waren, ob wir Zankereien vermieden haben, ob wir uns die Hände und natürlich auch die Ohren ordentlich gewaschen haben, usw. … und auch, ob wir unsere Schuhe abends sauber geputzt für den nächsten Tag hingestellt haben?

    Schließlich folgte der deutliche Hinweis auf den sicherlich bald wieder umherreisenden Nikolaus. Der Niko – wie er ihn nannte – würde sowieso alles sehen, was wir machen – aber auch, was wir unterlassen haben.
    Und dann würden wir schon sehen, ob und wie Art und Umfang seiner beliebten und begehrten Gaben, aber auch Mahnungen zum Nikolaustag bei uns ankommen.

    In voller Erwartung stellten wir also am Vorabend des Nikolaustages unsere geputzten Winterschuhe vor die Küchentür – und konnten und konnten nicht wirklich fest einschlafen.
    Irgendwann haben wir aber doch im Halbschlaf ein Gepoltere und rumpelnden Krach auf der Holztreppe so halbwach mitgekriegt. Lange haben wir gelauscht – – – das konnte nur der Nikolaus gewesen sein!
    Am nächsten Morgen – inzwischen war am 6. Dezember der Nikolaustag angebrochen – sind wir Kinder freiwillig, aber noch ganz verschlafen früher und erwartungsvoll aufgestanden. Ganz vorsichtig haben wir nachgeschaut, was da letzte Nacht so`n Krach gemacht hat. Und tatsächlich! Wir haben es geahnt – er, der Niko mit seinem Knecht Robert hat tatsächlich in der letzten Nacht den Krach verursacht. Aber trotz Dunkelheit hat er unsere geputzten Stiefel gefunden!

    Niko mit Knecht Ruprecht Robert… soeben gesichtet – (c) Wolfgang Gärtner

    Im Stiefel meiner „braven“ Schwester Karla war die ganze Pracht schöner Gaben sofort sichtbar. Und es stand sogar ein prall gefüllter Teller daneben. Einige prächtige Äpfel, Birnen und sogar getrocknete Zwetschgen – also herrliches Obst, wie wir es sonst und ganz erstaunt nur genauso aus dem Obstgarten hinter Opa Karls Wohnhaus kannten.
    Das war eine riesengroße Überraschung, denn so tolles Obst hatte also nun auch der Niko in seinem Sack für uns mitgebracht.

    In den geputzten Stiefeln von uns Zwillingen Engelke und Wolfgang haben wir auch noch etwas Gebäck und Nüsse gefunden und eins-zwei Apfelsinen oder Mandarinen.
    Außerdem allerdings auch überraschenderweise eine Rute für uns „Brüderchen“!
    Damit war klar, dass der Nikolaus tatsächlich auch mitgekriegt hatte, daß mein Zwillingsbruder ganz heimlich in Oma Ida´s Speisekammer von ihrem leckeren Lerbacher Zuckerkuchen mit den köstlichen Butter-Zucker-Inseln genascht hatte.

    Lerbacher Hefeteig-Zuckerkuchen mit Butterinseln (c) kochbar.de

    Von Oma Ida vorbereitet und vom Bäcker Biel fertig gebacken.
    Dieses Zuckerkuchen-Rezept folgt hier:
    https://www.kochbar.de/rezept/518385/Mazu12-Hefe-Zuckerkuchen-vom-Blech.html

    (c) kochbar.de

    Er, der Nikolaus war also tatsächlich über Nacht bei uns im Haus gewesen und wir haben ihn wieder nicht zu Gesicht bekommen.

    Aber viele andere Kinder kannten den Niko schon persönlich, denn er wurde auch schon gesichtet und miterlebt, wenn er mit großem TamTam z.B. im Kindergarten mit vielen Kindern seinen schweren, winterlichen Dienst wirkungsvoll und beeindruckend ausgeübt hat.

    Das war der Nikolaus neulig mit vielen Kindern … – (c) Wolfgang Gärtner

    Was bleibt ist also die Erinnerung an einen ganz liebevollen, verständnisvollen Nikolaus, der jedes Jahr immer wieder kommt und schon damals ganz erstaunliche Ähnlichkeiten und immer noch hat mit den gutmütigen Eigenschaften unseres Großvaters Karl* …

    Engelke, Karla und Wolfgang Gärtner, 2005 – (c) Wolfgang Gärtner
    Kerzenschein im Advent – (c) Ina Liebe-Gärtner

    Ho, Ho, Ho !
    Der Nikolaus kommt ganz bestimmt wieder !

    … und nun kennt Ihr Alle die wahre Geschichte …

    Im Advent 2025

  • Lerbachtal-Puzzle

    Manchmal gleicht ein schönes Landschaftsbild einem Puzzle, bei dem man Geduld braucht, um sowohl einzelne Details der Landschaft als auch ganze Gegenden zu erkennen und richtig zusammengesetzt betrachten zu können.

    Lerbachtal-Puzzle, 100 Teile – (c) Wolfgang Gärtner

    Zunächst also ein großes Durcheinander – also ein Chaos! Aber schon mit einer Grobsortierung der einzelnen Puzzle-Teile beginnt eine systematische Vorbereitung, die die nachfolgende Suche und das auffinden der nächsten, passenden Puzzle-Teile erleichtert – um Puzzle für Puzzle ein komplettes Bild zu erzeugen.

    Lerbachtal-Fotopuzzle, 100 Teile im Karton – (c) Wolfgang Gärtner

    Ausgangspunkt des Lerbachtal-Puzzlebildes ist eine Sicht auf das Tal von Ost nach West aus ca. 3.000 m Höhe. Daraus habe ich ein Bild gemalt, welches sich an der Realität orientiert. Von beiden Versionen wurden Puzzle mit Geschenkkarton hergestellt.

    Lerbachtal-Puzzle, 100 Teile – (c) Wolfgang Gärtner

     

    Diese Puzzle bestehen aus 10 Reihen mit je 10 Teilen, also 100 Puzzle-Elementen.
    In der oberen Reihe sind also die Pos. 1 bis Pos. 10 und in der unteren Reihe Pos. 91 bis Pos. 100.

    Auf dem Puzzle-Bild weiter unten erkennt man leichter fast jedes Haus im Tal, jede Strasse, fast jeden Weg, jeden Taleinschnitt und fast jeden Berg, oft verbunden mit schönen Erinnerungen …

    Aber der Reihe nach:
    Von Westen (oben) nach Osten (unten) geschildert:

    1. Im Tal befindet sich die Lerbacher Hütte (li, Pos. 33), ein gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet. Ganz am Ortsende zweigt noch der Degenkopfweg ab, bevor der Philosophenweg an der Ortszufahrt die Bundesstraße Richtung Osterode-Clausthal kreuzt (li, Pos. 32). Aber die süd-östlichen Höhenzüge (li, Pos. 33) zeigen noch ein wenig die früheren Strukturen mit privat bewirtschafteten Äckern und Wiesen, soweit die Berghänge nicht mit Hecken, Büschen und Bäumen zugewachsen sind.

    2. Im Tal erreichen wir den Liethweg (re, Pos. 45) und wenig weiter den Hüttenteich. Kurz danach biegt links der Obere Weg (li, Pos. 34) ab, der zum Schafmeistertal (li, Pos. 43) und zum alten Friedhof führt (li, Pos. 32).

    3. Dann nähern wir uns schon dem Mühlental (re, Pos. 45) und dem Hoppenberg (li, Pos. 44) mit besten Aussichten Richtung Westen bis in das Harzvorland (li, Pos. 12). Auf der nördlichen Seite passieren wir den Mühlengrund und den Strülkenberg (re, Pos. 46) und gelangen auf dem Sommerbergweg zum Germaniaplatz (re, Pos. 46) und zur Oberen Harzstrasse (re, Pos. 36).

    4. Und dann gelangt man schon kurz hinter der Kirche (li, Pos. 65) zur Gärtner-Wiese (li, Pos. 65) und zum Schwarzenberg (li, Pos. 55), der an der Alten Schule und dem Schützenhaus abbiegt (li, Pos. 55).
    Hier war im Tal bis vor einigen Jahrzehnten mit Kirche, Schule, Geschäften und Gaststätten durchaus ein Ortszentrum gegeben. Gegenüber auf der Sommerbergseite (re, Pos. 56) geht vom Graben hinter dem alten Hirtenhaus der Wanderweg am Steintal vorbei zum Concordiaplatz und zum Sommerbergweg (re, Pos. 56), der fast das ganze Tal entlang auf halber Höhe im alten Buchenwald verläuft.

    5. Dann kommt unterhalb der Roten Sohle der markante Jürgenskopf (li, Pos. 74) mit dem Taleinschnitt der Klappe (li, Pos. 64) und gegenüber das Lehmtal (re, Pos. 76), das bis hinauf zum Heiligenstock (re, Pos. 68) führt und ca. 300 m talabwärts das ziemlich versteckte Ilsental (re, Pos. 66).

    6. Beiderseits der Strasse durch den sog. Hexenzipfel (re, Pos. 85) liegen das Backofental (li, Pos. 75) und der Kuhkolk (re, Pos. 76).

    7. Die Wege gehen durch das Kunzenloch mit den Heibelbeerköpfen (li, Pos. 91), oder weiter nördlich über den Grubenweg oder den Kleebergweg durch das Schiefertal (re, Pos. 96) nach Buntenbock.

    8. Ganz unten im Osten ist der Harz-Hideaway (Campingplatz), der Naturerlebnispark, der Sportplatz, der Mühlenteich, die Mühlenwiese mit dem Mariensblick (li, Pos. 92). Nördlich gegenüber die Claras Höhe (re, Pos. 86) und nahe dem Heiligenstock (re, Pos. 68) der Aussichtsturm auf der Kuckholzklippe (re, Pos. 99).

    Soweit diese „Wanderung“ – es gibt also vieles immer wieder neu zu entdecken !
    Aber viel besser ist es direkt vor Ort in der Natur.!

    H(ä)rzliche Grüße
    Wolfgang Gärtner
    Ruf 0211-403411
    email: gaertner@interform.de