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  • FotoGalerie/08.24 – Bergsteigen im Harz und an der Zugspitze

    Günther Koch:
    Berge, die ich bestiegen habe.



    Es begann mit einem Buch: Himmel, Hölle Himalaya. 

    Das Buch mit diesem Titel haben mir meine Eltern Hanna Koch geb. Bohn und Hermann Koch zum 9. Geburtstag geschenkt. Ich habe das Buch verschlungen. Bergsteiger wie Hermann Buhl und Edmund Hillary waren schon damals meine Helden. Das alles war im Laufe der Jahre fast in Vergessenheit geraten.

    Buch: Himmel, Hölle Himalaya vom Copress-Verlag Hoffmann & Hess, München, 1958 (c) Günther Koch

    In den 1970er-Jahren war ich oft zum Wandern in Norwegen und die sehnsüchtige Begeisterung nach den Bergen hat mich wieder gepackt. Zunächst sollte es Klettern sein. Glücklicherweise hatte ich mit Joachim Held aus Lerbach einen Kletterpartner gefunden.

    Im Harzer Okertal gibt es Felsen, die für uns Anfänger gut geeignet waren. Hier haben wir viel gelernt: Richtige Ausrüstung, Seiltechnik, Karabiner, Sicherung des Partners und sich selbst, usw.
    Ich kann mich gut erinnern, wie mulmig mir zumute war, als ich mich zum ersten Mal einem Klemmkeil und dem Seil anvertrauen mußte.

    Der Start zum Bergsteigen war damit getan.


    Nach ersten Kletterübungen Mitte 1983 im Harzer Okertal (Großer Kurfürst, Treppenstein) steigerte sich meine Sehnsucht nach größeren Bergen immer mehr.

    Okertal-Berge (c) komoot, OpenStreetMap

    Bilder: Okertal, Harz, Grosser Kurfürst (links), Treppenstein
    Fotos (c) komoot – Zum vergrößern bitte anklicken

    Im Juni 1984 bin ich mit einer Gruppe des Alpenvereins unterhalb der Zugspitze unterwegs gewesen, um meine Kletterkünste zu erweitern.
    Wir kletterten 1 Woche lang bis zum Schwierigkeitsgrad 4. 
    Unser Quartier war die Oberreintalhütte.

    Zugspitze (c) theCrag

    Die Oberreintalhütte liegt im Oberreintal in einer Höhe von 1532 m. … Der Karboden ist umringt von den Wänden des Dreitorspitz, Schlüsselkarspitze, der Scharnitzspitze, des Oberreintalschrofens und des Zunderkamms.

    Oberreintalhütte – Deutscher Alpenverein, Sektion Garmisch-Partenkirchen (c) Wikipedia

    Die Oberreintalhütte, auch Franz-Fischer-Hütte genannt, ist ein Schutzhaus der Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutschen Alpenvereins (DAV) im bayerischen Wettersteingebirge.

    Sie ist eine Selbstversorgerhütte, die durch Einfachheit überzeugt. Erst seit 1994 verfügt die Hütte über eine Solaranlage zur Stromerzeugung, eine kleine Wasserturbine mit Stromspeicher und seit 2000 auch über eine Komposttoilette. Geduscht und gewaschen wird im Freien.

    Die Hütte wird hauptsächlich von Kletterern frequentiert, da die umgebenden Berge bis zu 300 alpine Klettertouren bieten. (c) aus Wikipedia

    Hier eine Übersicht der alpinen Schwierigkeitsgrade:
    UAII-Schierigkeitsgrade in Fels, Firn, Eis und Gletscher (c) DAV

    I- einfache Firnhänge, kaum Spalten
    II – in der Regel wenig steile Hänge, kurze steilere Passagen, wenig Spalten
    III – steilere Hänge, gelegentlich Standplatzsicherung, viele Spalten, kleiner Bergschrund
    IV – sehr steile Hänge, meistens Standplatzsicherung notwendig, viele Spalten, großer Bergschrund
    V – anhaltendes Steilgelände, durchgehende Standplatzsicherung sehr steile und senkrechte Stellen erfordern Eiskletterei
    VI – Eiskletterei extremster Richtung

    Und hier die Bilder dieser Klettertour:

    Kletterkurs unterhalb der Zugspitze, 1984
    Kletterkurs unterhalb der Zugspitze, 1984
    Kletterkurs unterhalb der Zugspitze, 1984
    Kletterkurs unterhalb der Zugspitze, 1984

    Es wird empfohlen, sich über das alpine Klettern ausreichend zu informieren. Hilfreich ist dabei z.B. der Deutsche Alpenverein.

    Vielmehr unter: https://www.alpenverein.de/

    Beste Grüße

    Wolfgang Gärtner
    email: gaertner@interform.de

    Bilder – sofern nicht anders bezeichnet – von Günther Koch

    Weitere Bildberichte über hohe Berge, die Günther Koch bestiegen hat, folgen in Kürze.

  • FotoGalerie/07.24 – Naturfoto Günther Koch

    FotoGalerie/07.24 – Naturfoto Günther Koch

    Im März 2024 hat der MDR den nachfolgenden aktuellen Beitrag gesendet.

    (Für vergrößerte Einzelbilder: Bitte doppelklicken)

    Screenshot … hier das „perfekte“ Brockenfoto (c) MDR / Günther Koch
    Wegen des schlechten Wetters am 1. Februar 2024 war nur das Bestmögliche machbar. Und das kam erst ganz zum Schluß.

    (Bildunterschriften kursiv von Günther Koch)

    Ein guter Fotograf muß ein feines Gespür und Augen wie ein Lux haben.

    Der „HarzLer“ Günther Koch (geb. 02.1948) ist in Lerbach/Harz geboren. „HarzLer“ ergibt sich aus Harz und Lerbach.

    Lerbach, Oberdorf

    Meine Leidenschaft zur Fotografie ist in den 1960er-Jahren entstanden. Allerdings war es lange Zeit nur ein Knipsen.

    Dies sollte sich ändern, als ich unbedingt gute Fotos machen wollte. Das erste Buch über die Grundlagen der Fotografie war damit fällig, ihm habe ich viel zu verdanken. Inzwischen ist daraus ein volles Bücherregal geworden. 

    Als Naturfotograf ist es kein Wunder, dass ich hauptsächlich hier -vor meiner Haustür – im Harz meine Motive in der Landschaft, Fauna und Flora suche. Ich liebe den Harz – ich liebe das Licht.

    Die Sonnenblume – ein Symbol für das Licht.

    Das Motiv allein aber reicht mir nicht. Ich suche das Licht im Zusammenspiel mit der Natur.

    Offene Fichtenblüte.
    Die Fichte – über lange Zeit ein besonderer Naturbestandteil im Harz.
    Damit man sich besser im Harz orientieren kann – hier eine HarzKarte (c) harz-wanderkarte.de

    Hier zeigt uns Günther Koch die schönsten Fotos aus seinen Archiven – weitgehend bezogen auf den Harz.

    Der Harz, von Norden kommend. Mond und Wolkenbank – darunter der Brocken – welch ein Fotografenglück! Ein glücklicher Augenblick, den man perfekt so nicht planen kann.
    Claras Höhe, der wohl schönste Ausblick auf das Dorf Lerbach.
    Bussard im Anflug bei Regen.
    Lerbach – Claras Höhe, Winter 2010.
    Besondere Ausblicke vom Schwarzenberg auf das Oberdorf von Lerbach.
    Storchschnabel
    Lerbach vom Schwarzenberg aus – Gewitter im Lerbachtal, 06.2019
    Gewitter sind im Lerbachtal besonders laut, weil der Donner im tiefen Tal von beiden Bergseiten widerhallt.
    Das Lerbachtal schläft unter einer Nebeldecke, 12.2021
    Osterfeuer im Lerbacher Hexenzenzipfel, 03.2016
    Jedes Jahr zu Ostern steht der Harz in Flammen. Nach wochenlangem, mühsamen „Heckeschleppen“ wird das Osterfeuer gemeinsam errichtet und bei Einbruch der Dunkelheit angezündet. Dabei werden brennende Holzfackeln geschwungen und dicke Rauchwolken ziehen durch das Tal … und der Winter wird vertrieben.
    Der Fortuner Teich ist einer der Wasserspeicher des Oberharzer Wasserregals, in dem das Wasser für die Gräben seit dem 18. Jahrhundert gespeichert wird.
    Fortuner Teich bei Clausthal-Zellerfeld, 10.2019
    Vollmond über den Clausthaler Wiesen.
    Blick in das Okertal, 2016
    Blick ins Romketal, ein Nebental des Okertals bei Romkerhall.
    Damit alles zusammenpasst, gehören auch Geduld und eine Prise Glück dazu. Sösetalsperre, 2015
    Um dieses Foto aufnehmen zu können, mußte ich ein ganzes Jahr warten. Ich hatte entdeckt, dass Sonne und Sösetalsperre nur im November von der Hammersteinklippe aus in dieser Position zu einander stehen.
    Sösetal mit Nebel, 2009 – Blick von der Hammersteinklippe aus auf das vom Nebelmeer verdeckte Harzvorland.
    Sösetal – mit aufsteigendem Ackerhöhenzug, 01.2019
    Der Ackerhöhenzug zieht sich von Osterode (250 m) bis hin zur Stieglitzecke (806,5 m) und liegt teilweise im Nationalpark Harz.
    Ifenkopf im oberen Sösetal, 11.2019
    Die Hanskühnenburg mitten auf dem Acker (811 m), 09.2016.

    Diese bewirtschaftete Bergbaude auf dem AckerHöhenzug hat einen Aussichtsturm. Der Acker befindet sich teilweise im Nationalpark Harz.
    150 Meter nördlich von der Hanskühnenburg entfernt findet man den sagenumwobenen Hanskühnenburg-Felsen.
    Hanskühnenburg-Felsen (811 m), 07.2018
    Wölfe Im Naturpark Solling
    Hanskühnenburg im Winter (811 m), 12.2023
    Hanskühnenburg im Winter (811 m), 12.2023
    Der Acker von der anderen Seite. Rechts ist deutlich der Schattenzug der Hanskühnenburg zu erkennen.
    Der Ackerhöhenzug, rechts im Bild zeigt sich die Hanskühnenburg (811 m), 10.2013
    Winterpanorama auf der Achtermannshöhe (925 m), nahe Königskrug mit Brockensicht, 02.2018
    Winterwald auf dem Königsberg (1033,5 m), nahe Schierke, 02.2009
    Märchenhafter Winterzauber am Sonnenberg.
    Sonnenberg (853,0 m), nahe Braunlage, 02.2006
    Verzauberte Natur auf dem Bruchberg (927 m), 12.2012
    Verzauberte Natur auf dem Bruchberg (927 m), 12.2012
    Damit alles zusammenpasst, gehören auch Geduld und eine Prise Glück dazu. Rappbodetalsperre vom Roten Stein (ca. 427 m) aus. Rechts unten ist im Hintergrund der Brocken (1142 m) zu erkennen.
    Blätterbaden im Oberharz
    Kellwasser, nahe Torfhaus, 07.2015 – ein wilder, schwer zugänglicher Harzer Wildbach.
    Kellwasser, nahe Torfhaus, 01.2007
    Kellwasser, vom Torfhausmoor gebräunt und von der Abendsonne gestreichelt.
    Um diesen gefrorenen Wasserfall zu fotografieren bleibt einem gleich zweimal die Spucke weg: 1. um den fast senkrechten Aufstieg zu schaffen und 2. wegen der unglaublichen Schönheit dieses Naturwunders.
    Felsenbrücke
    Blick vom Ilsestein in das wunderschöne Ilsetal, dessen Talschluss der mächtige Brocken bildet.
    Ilsefälle: Heinrich Heine war auf seiner Harzreise im Jahr 1824 so sehr von der  Ilse begeistert, dass er sie mit einer schönen Frau verglich.
    Ilsefälle, nahe Ilsenburg, Heinrich Heines Geliebte, 10.2013
    Ilsefälle
    Ilsefälle
    Hohnekamm (900,6 m), bei Schierke, vom Brocken aus gesehen, 10.2010
    Östlich vom Brocken zeigt sich der markante Rücken des Hohnekamms mit der Leistenklippe.
    Die Wolfswarte: Einer meiner Lieblingsplätze (918 m). Auch die phantastischen Sonnenuntergänge sind umsonst und sind Glücklichmacher.
    Wolfswarte (ca. 918 m), links im Hintergrund Brocken (1142 m) und Wurmberg (971,2 m), 09.2006
    Nordöstlich der Bruchbergkuppe (927 m) befindet sich die Wolfswarte (918 m), eine waldlose Kuppe mit Steinen aus verwittertem Acker-Bruchberg-Quarzit.
    Das Foto ist mit erheblichem Aufwand in einer eiskalten Vollmond-Nacht entstanden. Ich sitze oben auf dem Wolfsfelsen und habe per Funk ausgelöst.
    Mond und Sterne über der Wolfswarte (918 m), 01.2024
    Wolfswarte Extra: Ich habe unzählige schöne Stunden hier oben verbracht – auch mit meinem Beagle Yep.
    Dieser „Achtermann“ hält Wache auf der Achtermannshöhe (925 m), nahe Königskrug.

    Mondnacht über dem Achtermann, 01.2024
    Der Achtermann (925 m) ist ein Granitfelsen nahe Torfhaus. Die grandiose Rundschau beginnt links mit dem Brocken, in der Mitte der Kegel des Wurmbergs, rechts die Lichter von St. Andreasberg, an denen sich der Rehberg anschließt.
    Der Achtermann, mit etwas Glück begegnet man ihn hier oben auf seiner nächtlichen Runde.
    Mondnacht über dem Achtermann (925 m), 01.2024
    Blick vom Scharfenstein (697 m) zum Brocken, zu dessen Füssen der malerische Eckerstausee die Natur verzaubert.
    Screenshot
    Rotwild
    Brockenbahn auf einer Walpurgisfahrt zum Brocken (1142 m).
    Die Brockenbahn ist eine TouristenAttraktion und fährt auf einer 19 km langen Strecke von Drei Annen Hohne (542 m) bei Wernigerode über Schierke (688 m) bis zum Brockenbahnhof (1125 m).
    Brockenbahn an Teufelskanzel und Hexenaltar.
    Die wohl bekanntesten Gesteinsformationen des Harzes sind die Teufelskanzel und der Hexenaltar auf dem Brockengipfel. Von diesen sagenumwobenen Gesteinsformationen war auch schon Johann Wolfgang von Goethe im Winter 1777 fasziniert.
    Ankunft im Schneesturm am Brockenbahnhof.
    Die Spurweite der Bahn beträgt 100 cm. Es werden überwiegend Dampfloks, aber auch einige Diesellokomotiven eingesetzt, mit denen die max. Steigung von 33 % bewältigt wird.
    Blutmond über dem Brocken (1142 m), 07.2018. Dieses Foto hat einiges von mir verlangt. Umso größer war die Freude über das Ergebnis.
    Vollmond über dem Brocken (1142 m)
    Brockenplateau (1142 m), frei vom Nebel, 10.2010
    Aus der norddeutschen Ebene erhebt sich schon von weitem sichtbar der Brocken. Die Brockenkuppe ist oft nebelumhüllt und sturmumtost.
    Brockenplateau (1142 m), mit Nebeldecke, Fotografenglück, 01.2024

    Sehenswert sind auch die Bilder auf den Umschlagseiten der Lerbacher Heimatblätter (LHB), die Günther Koch seit einigen Jahren für die LHB fotografiert und bereitstellt.

    (Für vergrößerte Einzelbilder: Bitte doppelklicken)

    Hummel- Anflug
    Der Harz vom Grossen Knollen, Südharz (687 m) aus gesehen.

    „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Diese Aussage trifft hier den Punkt. Günther Koch zeigt uns mit seinen Fotos mehr von sich und seinen Erlebnissen, als man mit Worten sagen kann.*

    * In der deutschen Sprache hat Kurt Tucholsky diesen Ausspruch schon 1926 verwendet, aber er wird 1921 schon japanischen Philosophen zugeschrieben, oder schon früher – mehr als Scherz – als ein chinesisches Sprichwort betitelt.

    Fotos, soweit nicht anders benannt (c) Günther Koch
    Bildunterschriften kursiv von Günther Koch

    Diese FotoGalerie zeigt einen überschaubaren Teil der Harzer Eindrücke, die Günther Koch im Bild festgehalten hat. Seine Fotoarbeiten sind aber viel umfangreicher und nach Themen äußerst sehenswert dargestellt auch unter: https://www.naturfotokoch.de .

    Beste Grüße
    Wolfgang Gärtner
    Ruf 0211-403411
    email: gaertner@interform.d
    e

    PS: Die FotoGalerien sind offen für Alle, die ihre besonderen Fotos zeigen wollen.
    Foto-Zusendungen bitte per email mit Bildunterschrift und Aufnahmedatum.

  • Die Harzreise

    Stand: September 2024:

    Einführung:

    Hätte Heinrich Heine im September 1824 – also vor 200 Jahren – dieses schmale Tal mit den kleinen Seitentälern, seinen steilen Berghängen und oft versteckten Ausblicken, also diese vielfältige Lerbacher Landschaft wirklich genauer kennengelernt, dann hätte er seine fremdgeschilderte Lerbach-Erwähnung entweder unterlassen oder nicht nur geändert, sondern ausführlich neu formuliert.

    Hier die Einzelheiten:

    Im September 2024 sind es 200 Jahre her, dass der junge Düsseldorfer Student H. Heine – gerade 27 Jahre alt – seine Wanderung durch den Harz unternommen hat.

    H. Heine, der sich erst nach seiner Taufe 1825 Heinrich nannte, beschreibt in dem Reisebericht seine Wanderung von Göttingen durch den Harz von Osterode nach Clausthal und weiter über den Brocken bis nach Ilsenburg. Er schildert die Landschaft, aber er begegnet dabei auch bekannten und unbekannten Zeitgenossen, die er mit anderen Personen teilweise eher kritisch, meist aber humorvoll vergleicht und beschreibt.

    Nachdem man wie Heine von Düsseldorf kommend seine Studienstadt Göttingen verläßt und über Bovenden, Nörten, Northeim den Harz nah bei Osterode erreicht, dann hat man vom Uerder Berg aus den gleichen Ausgangspunkt für eine Harzreise wie damals im Herbst des Jahres 1824 der junge H. Heine.

    Auch heute noch ist es trotz vieler Veränderungen beeindruckend, wenn man von Northeim kommend vom Uerder Berg auf Osterode und den Harz schaut.

    Die Alte Burg in Osterode, 2022 – (c) Otto Schönfelder

    Heinrich Heine übernachtete in Osterode und machte sich am nächsten Morgen auf seinen Weg in Richtung Clausthal.

    Zuvor besuchte er noch die „Alte Burg“, nach Heines Schilderung schon damals nur noch die Hälfte eines großen, dickmaurigen, wie von Krebsschäden angefressenen Turmes. Über die Alte Harzstraße gelangte er sodann auf die erste Anhöhe über der Stadt. Er schaute noch einmal hinab ins Tal, „wo Osterode mit seinen roten Dächern aus den grünen Tannenwäldern hervorguckt wie eine Moosrose“.
    (c) Friedrich Armbrecht, Osteroder Echo vom 02. Juli 1981

    Auf der Alten Harzstrasse, vorher auch Heerstrasse genannt, einem uralten Transportweg (seit dem 12. Jahrhundert) auf dem Bergrücken des Langenberg zwischen dem Bremketal und dem Lerbachtal in den Oberharz, erreichte er nach wenigen Kilometern die erste Anhöhe bei Lerbach.

    „Ein kleiner Junge, der für seinen kranken Oheim im Walde Reisig suchte, zeigte mir das Dorf Lerbach, dessen kleine Hütten, mit grauen Dächern, sich über eine halbe Stunde durch das Tal hinziehen. Dort wohnen … (mehr auf Seite 17 des Buches „Die Harzreise“) … Der kleine Junge stand mit den Bäumen in gar eigenem Einverständnis; er grüßte sie wie gute Bekannte, und sie schienen rauschend seinen Gruß zu erwidern. Er pfiff wie ein Zeisig, ringsum antworteten zwitschernd die anderen Vögel, und ehe ich mich versah, war er mit seinen nackten Füßchen und seinem Bündel Reisig ins Dickicht fortgesprungen.“ – (c) Heinrich Heine, Die Harzreise

    Dem damals sehr bekannten Reiseführer von Friedrich Gottschalck – alias Ferdinand Müller – „Gottschalcks Taschenbuch für Reisende in den Harz“ liegt als bedeutsame Grundlage die schon im Jahr 1792 von Ludwig Wilhelm Gilbert erschienene umfangreiche Beschreibung des Harzes zugrunde.
    Darin sind ausführliche Lerbach-Beschreibungen enthalten, die später auszugsweise – immer wieder fast wörtlich genannt werden.

    Auch Heinrich Heine hatte nach eigenen Angaben den Reiseführer „Gottschalcks Taschenbuch für Reisende in den Harz, 2. Ausgabe“ auf seiner Harzwanderung dabei und als Orientierung benutzt.

    Die darin enthaltene Wegbeschreibung von Osterode nach Clausthal besagt eine 3/4-Stunde Laufzeit bis Lerbach und „von da einen steilen Fußweg hinan, wo man auf die Chaussee kommt, an welcher die Ziegelhütte liegt, nach Clausthal 1 Stunde“.

    Schon die Beschreibungen im Jahre 1792 von Ludwig Wilhelm Gilbert und der Gottschalck-Reiseführer enthalten fast wörtlich die gleichen „fragwürdigen“, nicht schmeichelhaften Passagen über Lerbach und seine Bewohner, wie sie auch Heine – ohne Quellenangabe – erwähnt hat und ohne die Fakten im Lerbachtal selber geprüft und festgestellt zu haben.

    Cover: Das Wirtshaus auf dem Brocken
    Dritte verbesserte Auflage mit Karte.
    <Magdeburg> bei Wilhelm Heinrichshofen 1825

    Die Reisebuch-Auszüge über Lerbach muß man also so wahrnehmen, als ob auch Gottschalck seine Angaben über Lerbach nicht selber festgestellt, sondern auch nur von Gilbert „übernommen“ hat.

    Und Friedrich Gottschalk räumt selber ein: “ Bei dem allen habe ich es aber doch nicht vermeiden können, in den Reiserouten hier und da eine Lücke zu lassen, auch kann es wohl sein, dass sich, ohne mein Wissen, manche Unrichtigkeit eingeschlichen hat. Größten Theils liegt dies aber in der Natur solcher Werke, zum Theil auch im Mangel an Nachrichten. Jetzt, wo dieses Büchlein in die Hände solcher Personen kommen kann, welche Gelegenheit und Kenntnisse besitzen, das Fehlende zu ergänzen, jetzt darf ich hoffen, dass man mir behülflich sein werde, jeden Mangel desselben abzuhelfen.“

    Auch Heinrich Heine schreibt am Schluß seiner Reiseschilderungen:
    „Die >Harzreise< ist und bleibt ein Fragment, … Mögen die einzelnen Werke immerhin Fragmente bleiben, wenn sie nur in ihrer Vereinigung ein Ganzes bilden. Durch solche Vereinigung mag hier und da das Mangelhafte ergänzt, dass Schroffe ausgeglichen und das allzu Herbe gemildert werden. Dieses würde vielleicht schon bei den ersten Blättern der >Harzreise< der Fall sein, und sie könnten wohl einen minder sauern Eindruck hervorbringen, wenn man anderweitig erführe, dass der Unmut … den ich gegen … im allgemeinen hege … doch lange nicht so groß ist, wie die Verehrung, die ich für einige Individuen dort empfinde„.

    Umfangreiche Einblicke in die frühen Aufzeichnungen über den Harz hat mir Dr. Uwe Lagatz, Wernigerode zugänglich gemacht.
    Mehr unter: https://digital-beta.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN675904803&PHYSID=PHYS_0005

    Danach komme ich zu folgendem Ergebnis:

    Die damaligen Beschreibungen über das Lerbachtal sind nunmal seit mehr als 200 Jahren vorhanden. Aber einige Relativierungen sind sicherlich jetzt angebracht, da dem Lerbachtal seit langer Zeit mit den damaligen Beschreibungen ein überzogen fragwürdiger Ruf angeheftet wird.

    Was für ein Versäumnis, daß Heinrich Heine dem Dorf Lerbach offensichtlich nur von oben aus der Höhe der Alten Harzstrasse nur wenige AugenBlicke gegönnt hat.
    Wahrscheinlich von der Alten Harzstrasse aus, wo früher eine Bank am Wildgatter stand und ungefähr dort, wo heute eine webcam den durch Büsche halbverdeckten Blick auf das Tal anbietet – diese Aussicht auf das Lerbachtal könnte demnach also auch „Heinrich-Heine-Blick“ genannt werden.

    Stahlstich Lerbachtal, 1834 – (c) Leske „Harzgebirge“
    Lerbach: Blick von der früheren „Alten Harzstrasse“, ca. 1953 (c) Foto Gietzelt
    Heutiger „Heinrich-Heine-Blick“ als Luftbild, 07.2023 (c) Andreas Bücher

    Unten im Tal und an den Hängen durchlebten die Lerbacher damals eine besonders harte Zeit. Zwischen dem 16. und bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Harzer Diabaszug, der sich von Osterode bis Bad Harzburg quer über den Harz hinzieht, ein mühevoller Erzbergbau betrieben.

    Und in den Lerbacher BergHängen war eine besondere Mächtigkeit an Erzen vorhanden und erzeugte einen intensiven Erzabbau. Dazu kamen weitläufige Waldarbeiten für die HolzkohleHerstellung durch Köhlereien. Das alles unter unsagbar harten Arbeits- und Lebensbedingungen.

    Lerbacher Holzhauer um 1820 – (c) Lerbacher Heimatblätter

    In der Chronik des Lerbacher Pastor Voigt gibt es eine genauere Beschreibung des Lerbachtales , die das Tal wenige Jahre nach der „Harzwanderung“ darstellt (siehe Lerbacher Heimatblätter Nr. 53.2023, Seite 82).

    „ Um das Jahr 1830 war die Lage des Ortes noch viel versteckter und dumpfer als heute. Der Wald trat an manchen Stellen viel näher an die Häuser heran. Der obere Teil des Mühlentals und ein großer Teil der „Winterseite“, vom Mühlental fast bis zum Hüttenteiche, war damals – bis 1845 hin – noch bewaldet. Der obere Hang des Kiepenlochs, der Jürgeskopf, wurde erst im Herbst 1830 zur Wiese urbar gemacht und war bis dahin gleichfalls bewaldet. Auch der jetzigen Schule gegenüber reichte der Wald in älterer Zeit bis zum Thale hinunter. Als 1728 der Lerbacher Friedhof angelegt wurde, war die dazu gekaufte Wiese noch noch nicht lange vorher erst urbar gemacht. Dort, wo die höchste Erhebung des Roten Sohlkopfes den Sonnenstrahlen den Zutritt in die Häuser und auf die Dorfstraße wehrte, dauert die sonnenlose Zeit In Lerbach von Ende November bis Ende Januar. Dies gilt z.B. auch für das Pfarrhaus und Kirche.“

    Hätte Heinrich Heine dieses schmale Tal mit den kleinen Seitentälern, seinen steilen Berghängen und oft versteckten Ausblicken, also diese vielfältige Lerbacher Landschaft und das Leben im Dorf wirklich kennengelernt, dann hätte er seine fremdgeschilderte Lerbach-Erwähnung sicherlich unterlassen oder geändert und ausführlich neu formuliert.

    Der damals 27-jährige Heinrich Heine war gerade am Beginn seines Jura-Studiums, interessierte sich aber schon deutlich mehr für die Dichtkunst. In dieser vorindustriellen Zeit, in der sich viele Gesellschaftsveränderungen anbahnten, hatte Heine noch nicht die spätere Lebenserfahrung und zeitkritischen Gesprächspartner erlebt wie später mit Balzac, Berlioz, Chopin, Dumas, Victor Hugo, Georg Sand, Ferdinand Lassalle, Karl Marx, u.a.. Sonst würde Heine wohl auch die damaligen drastischen Lerbacher Lebensverhältnisse besser erkannt, mehr beachtet und damals wahrscheinlich schon sozialkritisch beschrieben haben.

    Aber dann wäre das Lerbachtal heute durch Heinrich Heines „Die Harzreise“ erheblich populärer und nicht mehr nur ein „verborgenes Juwel im Harz“.

    Offensichtlich ist Heine also damals auf der natursteingewachsenen Alten Harzstrasse bergauf auf dem Langenberg an Lerbach und der Ziegelhütte vorbei Richtung Clausthal gewandert.

    Als nächstes berichtet Heine dann auch schon von Clausthal und seinen weiteren Beobachtungen von Mensch und Natur auf der Harzwanderung.

    Und Heine schreibt über Clausthal: „In dieses nette Bergstädtchen, welches man nicht früher erblickt, als bis man davor steht, gelangte ich, als eben die Glocke zwölf schlug und die Kinder jubelnd aus der Schule kamen.“

    Wer weiter über Heines Harzwanderung lesen möchte, dem sei das folgende Buch empfohlen:

    Cover: Landschaft mit Wanderer“ – (c) Eduard Schleich d.Ä.

    Die Harzreise – Heinrich Heine, Anaconda Verlag
    Heinrich Heines Harzreise ist längst ein literarischer Klassiker – und, dessen unbeschadet, das wohl vergnüglichste und beliebteste Werk des großen Dichters.

    Im Herbst des Jahres 1824 beginnt er seine Reise als 27-Jähriger in Göttingen, jener Stadt, die berühmt ist durch ihre „Würste und Universität“ und wandert binnen mehrerer Wochen über den Brocken bis hinauf zum Ilsenstein.
    Passagen genussvoll beißender Spottlust über das who is who seiner Zeit wechseln sich ab mit häufig zart–poetischen Natureindrücken und machen Heines „Harzreise“ zu einer bis heute erfrischenden Lektüre

    Heines „Harzreise“ erschien zuerst 1826 als Teil 1 der „Reisebilder“ bei Hoffmann und Campe in Hamburg. … Der Text wurde inzwischen unter Wahrung von Lautstand, Interpunktion sowie sprachlich-stilistischer Eigenheiten der neuen deutschen Rechtschreibung angepasst.

    Auch die vom Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf überlassene Original-Version von „Die Harzreise“ bestätigt diese Erkenntnisse.

    Außerdem ist dieses Hörbuch empfohlen:

    mehr unter:

    https://www.youtube.com/watch?v=qt-LJmYDlls

    (Erzählt wird im Hörbuch über Osterode ab Pos. 19:30, über Lerbach ab Pos. 23:40, und über Clausthal ab Pos. 26:00)

    Viel Freude beim Lesen oder Hören wünscht

    Harzliche Grüße
    Wolfgang Gärtner
    Ruf 0211-403411
    email: gaertner@interform.de

  • FotoGalerie 03/2025 – Die Geheimnisse des Lerbacher Buchenwaldes

    FotoGalerie 03/2025 – Die Geheimnisse des Lerbacher Buchenwaldes

    November 2025:


    Beitrag von Jürgen Trull, Lerbach

    Zu jeder Jahreszeit ermöglicht der naturnahe Buchenwald am Lerbacher Langenberg/Sommerberg allen Besuchern besonders eindrucksvolle Naturerlebnisse.

    lerbach25-jtrull-geheim-01.jpg (c) Jürgen Trull

    Der Lerbacher Buchenwald hätte es m.E. längst verdient gehabt, als besonderer Lebens- und Erlebnisraum angesehen zu werden und auch in dieser Hinsicht eine entsprechend größere Wertschätzung zu erfahren.

    Mit folgender Thematik habe ich nun etwas aufgegriffen, dass
    1. noch in diese Jahreszeit passt,
    2. sich illustrativ gut darstellen lässt und
    3. einen Teil der besonderen Natur des Lerbacher Buchenwaldes mehr in Aufmerksamkeit und Bewusstsein rücken kann.

    lerbach25-jtrull-pilz-08.jpg (c) Jürgen Trull
    Samtfußrübling
    lerbach25-jtrull-pilz-09.jpg (c) Jürgen Trull
    Der Samtfußrübling hat die gewohnt-typische in Hut und Stil gegliederte Pilzform. Er ist ein beliebter Speisepilz, in der  asiatischen Küche ist seine Zuchtform „Enoki“ verbreitet und wird dort gern verwendet. Dieser Winterpilz ist besonders frostresistent und verliert bei tiefen Temperaturen seine Form nicht. Er enthält ebenfalls zahlreiche Vitalstoffe und wird als Heilpilz eingesetzt.

    Ungemütlich, neblig, feucht und kalt, so präsentiert sich meistens der Spätherbst im November/Dezember auch im Lerbacher Buchenwald.

    lerbach25-jtrull-pilz.10.jpg (c) Jürgen Trull
    Der Austernseitling ist ein hervorragender und beliebter Speisepilz. Er zählt, da er sich gut kultivieren lässt, zu den weltweit wichtigsten Kulturpilzen. Er ist unter dem Namen „Kalbfleisch-Pilz“ im Handel. Als typischer Winterpilz braucht er tiefe Temperaturen um seine Fruchtkörper auszubilden. Er hat etliche besondere Eigenschaften und wird in der Tradition unterschiedlicher Kulturen ebenfalls als Heilmittel verwendet.

    Gerade in dieser Schmuddelwetterzeit lassen sich im Lerbacher Buchenwald  Entdeckungen machen, die interessierten Menschen Einblicke eröffnen in eine Welt exotischen Formen-und Farbreichtums, zahlloser ökologischer Verbindungen und heilwirksamer Substanzen.

    lerbach25-jtrull-pilz-01.jpg (c) Jürgen Trull
    Der Gemeine Spaltblättling gilt weltweit als der meist verbreitetste Pilz. Seine augenfälligen muschelförmigen Fruchtkörper findet man häufig an liegendem Buchenstammholz. Er wirkt dort als Weißfäule-Erzeuger und Folgezersetzer. Die Inhaltsstoffe dieses Pilzes und deren Eigenschaften würden für eine ausführliche Beschreibung mehrere Seiten füllen und den Rahmen dieser kleinen Betrachtung hier sprengen. Sie reichen von seiner Kälte- und Hitzeresistenz bis hin zur Verwendung in der Ölindustrie, im Instrumentenbau und als Heilpilz in der Krebstherapie.

    Es geht um Pilze und um Phänomene an denen Pilze beteiligt sind.
    Pilze sind weder Tier noch Pflanze, sondern bilden eine eigene Ordnung im Gefüge des Lebendigen.

    lerbach25-jtrull-pilz-02.jpg (c) Jürgen Trull
    Krauser Adernzähling
    lerbach25-jtrull-pilz-03.jpg (c) Jürgen Trull
    An Laubholzstämmen und Ästen finden sich häufig die ähnlich geformten Fruchtkörper des Krausen Adernzählings zur Reifezeit, im Spätherbst/Winter sind sie besonders farbintensiv. Die weiteren Eigenschaften sind längst nicht so zahlreich wie bei der vorher beschriebenen Art. Beiden Arten gemeinsam ist der markante Unterschied zwischen Ober- und Unterseite und ihre Holz-zersetzenden, vom toten Material selbst ernährende (saprobiontischen) Wirkungen.
    lerbach25-jtrull-pilz-04.jpg (c) Jürgen Trull
    Die Schmetterlingstramete wird seit Jahrhunderten besonders in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilpilz unter dem Namen „Coriolus“ verwendet. Ihre zahlreichen Vitalstoffe ermöglichen ein breites Anwendungsspektrum bis hin zur Anwendung in der Krebstherapie.

    Gemeint sind hier nicht die bekannten Speisepilze, sondern die Pilzarten, die im Herbst und/oder Winter hier vorkommen, teils besondere Eigenschaften haben und für das Artenspektrum dieses Waldes charakteristisch sind.

    lerbach25-jtrull-pilz-05.jpg (c) Jürgen Trull
    Der Striegelige Schichtpilz enthält, wie die Schmetterlingstramete viele heilwirksame Substanzen, er ist darüberhinaus in der Lage, durch interne Stoffwechselvorgänge, Pestizide abzubauen. Seine markante Farbigkeit ist ein eindrucksvolles, jedoch kein alleiniges
    Erkennungsmerkmal.

    Die technischen Möglichkeiten zeitgemäßer Naturfotografie erlauben es, diese oft nur wenige Zentimeter großen Organismen, in detailreichen Fotografien darzustellen. Nicht nur zu rein dokumentarischen Zwecken, sondern dank ihrer vielgestaltigen Exotik und dekorativen Ornamentik als wahre Kunstwerke der Natur zu präsentieren.

    lerbach25-jtrull-pilz-06.jpg (c) Jürgen Trull
    Judasohr 
    lerbach25-jtrull-pilz-07.jpg (c) Jürgen Trull
    Das Judasohr ist ebenfalls ein typischer Winterpilz. Als Heilpilz findet er unter anderem Verwendung als Cholesterin-Senker. Seine kultivierte Zuchtform ist unter dem Namen „Mu Err“ bekannt. Er ist geschätzter Bestandteil vieler Chinesischer- und Japanischer Gerichte. Judasohren wachsen meistens an Holunderbüschen und Weiden.

    Weitaus wichtiger als ihre visuelle Anmutung ist jedoch die Artenvielfalt als bedeutender Indikator für ein gesundes, vitales Ökosystem Wald.

    lerbach25-jtrull-pilz-11.jpg (c) Jürgen Trull
    Orangeseitling
    lerbach25-jtrull-pilz-12.jpg (c) Jürgen Trull
    Der Orangeseitling ist im Gegensatz zum Austernseitling kein Speisepilz. Er ist zwar ungiftig hat aber keinen guten Geschmack und darüberhinaus auch keine besonderen Inhaltsstoffe. Für Naturfotografen allerdings ein beliebtes Motiv wegen der leuchtenden Farbe und der schönen, symmetrischen Form.

    Die hier beschriebenen Eigenschaften beziehen sich auf die abgebildeten Fruchtkörper, den Sporenträgern der jeweiligen Pilzarten. Der eigentliche Pilz besteht aus mikrofeinen Pilzfäden, den Hyphen, in ihrer Gesamtheit Myzel genannt. Meist unseren Blicken verborgen, durchziehen sie wie ein feines Netz Waldböden und Totholz.

    lerbach25-jtrull-13.jpg (c) Jürgen Trull
    Herbst-Lorchel
    lerbach25-jtrull-14.jpg (c) Jürgen Trull
    Die Herbst-Lorchel wächst gern an Wegrändern. Die bizarre, nie gleiche Form des Fruchtkörpers, mit ihrem tief zerfurchten Stiel, kommt auf Fotos sehr gut im Gegenlicht zur Geltung, wenn ihr zartes  Fruchtfleisch dann im wahrsten Sinne durchleuchtet wird. Ihr Speisewert ist gering, im Rohzustand ist sie schwach giftig.    

    Die zahlreichen symbiotischen Verbindungen und Verflechtungen der Pilze mit Bäumen, anderen Pflanzen und vielen Kleinlebewesen sind, ebenso wie ihre heilwirksamen Inhaltsstoffe, noch längst nicht vollständig erforscht. Ein großer Teil der Pilzarten ist noch nicht einmal dokumentiert.

    lerbach25-jtrull-15.jpg (c) Jürgen Trull
    Die Grubenlorchel wächst wie die Herbstlorchel gern an Wegrändern. Sie wird leicht übersehen, da sie oft vom herbstlichen Falllaub bedeckt ist. Ihre Farbvarianz ist groß, sie reicht von grau-blau bis schwärzlich. 

    Pilze übersieht man leicht, doch sind sie für sämtliche Ökosysteme der Erde von elementarer Bedeutung. Sie beeinflussen oder steuern unzählige Stoffwechselvorgänge des Lebens auf der Erde – und das seit einigen Milliarden Jahren. 

    lerbach25-jtrull.pilz.20.jpg (c) Jürgen Trull
    Rosagetönte Gallertkruste
    lerbach25-jtrull.pilz.21.jpg (c) Jürgen Trull
    Rosagetönte Gallertkruste
    Zuletzt noch ein Phänomen, welches lange nicht erklärbar war. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Windstille, Schneearmut und mäßiger Luftfeuchtigkeit kann man an abgestorbenen Ästen manchmal „Haareis“ oder „Eiswolle“ beobachten. Haareis war im Hinblick auf seine Entstehung lange ein Rätsel. Erst 2015 gelang es, einen unscheinbaren Pilz ausfindig zu machen – die Rosagetönte Gallertkruste, deren feine Pilzfäden im Holz, die Bildung von Haareis unter bestimmten Bedingungen verursachen.
    Im letzten Winter 2024/25 ließen sich sehr viele, mit Haareis besetzte Hölzer im Lerbacher Buchenwald beobachten.

    Zugegeben, nicht jede der abgebildeten Pilzarten findet man hier am Lerbacher Sommerberg in jedem Herbst und Winter.
    Die Entwicklung der Pilze unterliegt – Pilzsammler wissen das – geheimnisvollen, bislang wenig erforschten Zyklen.
    Temperatur in Verbindung mit Niederschlag und Bodenfeuchte sind dabei wohl ganz wichtige Faktoren.
    Doch dieser Wald ermöglicht, wie eingangs erwähnt, zu jeder Jahreszeit mit seinem enormen Artenspektrum, großartige Naturerlebnisse besonderer, anderer Art. 

    Der Langenberg erstreckt von Osterode-Freiheit bis nach Buntenbock zur Clausthaler Hochebene zwischen 250 und fast 600 m Seehöhe.
    Der überwiegende Buchenwald mit seinen jungen und alten Beständen ist bis zu 150 Jahre alt.
    Auf dem dortigen Sommerbergweg kann dieses Gebiet weitgehend bequem durchwandert werden. Neben den erkennbaren Zeugnissen der Bergbauvergangenheit kann das geschulte Auge eine ganz besondere Natur wahrnehmen.

    Beste Grüße und vielen Dank an Jürgen Trull für die Einblicke in einige „Geheimnisse des Lerbacher Buchenwaldes 2025„.

    Wolfgang (Wolf) Gärtner
    email: gaertner@interform.de

    Auch sehenswert:
    https://lerbachtal.de/fotogalerie-01-25-juergen-trull/

    PS: Diese FotoGalerien sind offen für Alle, die ihre besonderen Fotos zeigen wollen.
    Foto-Zusendungen bitte per email mit Bildbeschreibung und Aufnahmedatum.

  • „Lerbach leuchtet“ – Finale

    „Lerbach leuchtet“ – Finale

    Viele Wochen und Monate im Jahr 2025 hat im ganzen Lerbachtal in „schwärmerischer“ Art und Weise eine engagierte Dorfgemeinschaft ganz aktiv „Lerbach leuchtet“ vorbereitet.

    Märchenhaft – Uli Matthias

    Diese Schwarmkunst-Aktion wurde dann in der Zeit vom 18. Oktober bis 09. November 2025 mit großer Besucher- und Medien-Resonanz erfolgreich durchgeführt.

    Nun endet diese Schwarmkunst-Aktion im Lerbachtal mit einem Finale am Samstag/Sonntag, 8. und 9. November 2025.

    Doch danach geht es weiter …

    Federführend für die Schwarmkunst-Aktivitäten in Lerbach ist das atelier-dreieck im BleistiftHaus, Friedrich-Ebert-Strasse 196, 37520 Osterode-Lerbach.

    Atelier-Dreieck – „Bleistifthaus“ in Lerbach, Friedrich-Ebert-Strasse 196 (c) Ralf Gießler
    lerbach25-bleistifthaus-01.jpg (c) Kerstin Schulz

    Das gezeigte Bild informiert über die Erreichbarkeit in den nächsten Monaten. Die Niedersächsischen Sommerferien beginnen am 02. Juli 2026. Weitere Aktionen werden im BleistiftHaus vorbereitet und rechtzeitig bekannt gemacht.

    Danke an alle Beteiligten und
    Schwärmerische Grüße
    atelier-dreieck

    Kerstin Schulz
    +49 (0) 151 165 224 68
    schulz@atelier-dreieck.de
    www.atelier-dreieck.de

    Frühere Berichte  über die Schwarmkunst im Bleistifthaus:

    25.10.2025: Float Lichtinstallation in der Lerbacher Kirche

    https://www.lerbach.de/index.php?Bereich=Beitrag&Aktion=Einzelanzeige&Beitrags_ID=57998

    22.10.2025: Schwarmkunst in Lerbach – Öffnungszeiten Bleistifthaus

    https://www.lerbach.de/index.php?Bereich=Beitrag&Aktion=Einzelanzeige&Beitrags_ID=57997

    19.10.2025: Lerbach leuchtet

    https://www.lerbach.de/index.php?Bereich=Beitrag&Aktion=Einzelanzeige&Beitrags_ID=57996

    17.10.2025: Wird Lerbach jetzt ein Künstlerdorf

    https://lerbachtl.de/lerbach-leuchtet-das-bleistifthaus-wird-eroeffnet/

    22.09.2025: Bleistifthaus – Einladung zur Eröffnung

    https://www.lerbach.de/index.php?Bereich=Beitrag&Aktion=Einzelanzeige&Beitrags_ID=57982

    04.08.2025: Lerbach leuchtet – mach mit bei unserer Lichtkunst-Aktion

    https://www.lerbach.de/index.php?Bereich=Beitrag&Aktion=Einzelanzeige&Beitrags_ID=57972

    24.03.2024: Besuch bei Kerstin Schulz

    https://www.lerbach.de/index.php?Bereich=Beitrag&Aktion=Einzelanzeige&Beitrags_ID=2693

    10.02.2024: Lerbach- Schwarmkunst

    https://lerbachtal.de/lerbach-fes196/

  • FLOAT Lichtinstallation

    FLOAT Lichtinstallation

    Lerbach leuchtet – auch in der Kirche

    float-kirche-01.jpg (c) Anne Nissen & Steffen König

    An den Wochenenden – jeweils Samstag und Sonntag –
    25./26. Oktober, 1./2. November und
    Finale am 8/9. November 2025
    werden abends bis 22 Uhr im ganzen Ort die Lichtobjekte im Rahmen der Schwarmkunst: Lerbach leuchtet das Lerbachtal erhellen.

    float-kirche-02.jpg (c) Anne Nissen & Steffen König
    float-kirche-neu-02.jpg (c) Anne Nissen & Steffen König

    Im Zuge der Eröffnung des Bleistifthauses vom atelier-dreieck im Oktober 2025, sowie der Installation unterschiedlicher Lichtobjekte von Künstler*innen und Workshop Teilnehmer*innen entlang des Lerbaches entwickelte Anne Nissen in Zusammenarbeit mit Steffen König in der Kirche Lerbach die Videoinstallation Float. (c) Zitat: Anne Nissen & Steffen König

    float-kirche-neu-01.jpg (c) Anne Nissen & Steffen König

    Die hier folgende Videoinstallation Float hat bewußt keinen Ton, damit die eindrucksvollen Szenen in kirchlicher Stille voll wahrgenommen werden können.

    Videoinstallation Float -Spielzeit: 2:00 min
    (Bitte hier anklicken) https://www.shortcut-film.de/referenzen/kunst/kunst_anne_nissen_float/index.php

    Alle Besucher der Videoinstallation Float haben hoffentlich eine beeindruckende Zeit in der Lerbacher Kirche.

    Beste Grüße

    Wolfgang (Wolf) Gärtner
    email: gaertner@interform.de

    Mehr über das Schaffen der Künstler
    Anne Nissen und Steffen König unter:

    https://www.annenissen.de und
    https://www.shortcut-film.de

  • „Lerbach leuchtet“ – Das Bleistifthaus wird eröffnet

    Wird Lerbach jetzt ein Künstlerdorf?

    17. Oktober 2025

    Lerbach – Atelier Dreieck, Das Bleistifthaus (c) Ralf Gießler

    Lerbach leuchtet – Kunst und Gemeinschaft im Harz

    Lerbach im Harz ist vielleicht kein klassisches Künstlerdorf – aber ein Ort voller kreativer Energie.

    Bereits im 19. Jahrhundert bewahrte Heinrich Pröhle die Harzer Sagen und legte den Grundstein für die regionale Kultur.

    Später prägten Dichter wie Wilhelm Knaute, Komponist Otto Wolf, Fotograf und Hauptlehrer Ernst Bode, Maler wie Hermann Wolf („Maler Hermann“) und Hans-Joachim Schatz die kreativen Aktivitäten im langen Tal.

    Aktuell beeinflussen der Musiker Andreas Buecher und Fotografen wie Otto Schönfelder, Günther Koch („Pauli“) und Jürgen Trull das künstlerische Leben des Lerbachtales.

    Diese Skulptur im Rathaus Osterode kündigt die Eröffnung des „Bleistifthauses“ am 18. Oktober 2025 in Lerbach an.
    Detail_Skulptur zur Eröffnung des Bleistifthauses in der Eingangshalle des Rathauses (c) Stadt Osterode am Harz

    Heute lebt diese Tradition weiter.
    Insbesondere die einzelnen Vereine mit ihren aktiven Mitgliedern, der Bürgerverein für Lerbach, der Heimatverein mit Museum und jährlichen Heimatblättern, die Feuerwehr mit ihrer Wachsamkeit und Kameradschaft im Ort, der Harzklub mit dem unermüdlichen Einsatz für die Naturnutzung, der Kindergarten mit der Vermittlung von Werten und Geschick an unsere Jüngsten, die christlichen Werte der Kirche, der Posaunenchor und Konzerte halten Kultur und Gemeinschaft lebendig.

    Mit Kerstin Schulz, Atelier-Dreieck im Bleistifthaus breitet sich nun die Schwarmkunst im Lerbachtal weiter aus.

    Ohne die anderen Lichtinstallationen „Lerbach leuchtet“ im Ort zu vernachlässigen, stellt „Float“ in der Lerbacher Kirche von Anne Nissen und Steffen König viele besondere und weitere Möglichkeiten der Schwarmkunst dar.

    Schwarmkunst in der Lerbacher Kirche von Anne Nissen und Steffen König (c) Kerstin Schulz


    „Licht und Wasser sind die Grundlage des Lebens. Die Eigenschaften von Wasser, das natürliche Fließverhalten von in Wasser gelöster Tusche und die damit verbundenen Spuren und Formen, bilden die Grundlage der Videoinstallation. Zeichentusche, im Wasser der Schwerkraft folgend, breitet sich aus, Bewegungsspuren werden sichtbar als Videoprojektion auf den bespielten Flächen im Kirchenraum. Eine Dynamik entsprechend den Gesetzmäßigkeiten der Natur, sei es in Organismen, in der Pflanzenwelt, bei mikro- und makrokosmischen Prozessen oder in Lebenskreisläufen, bei denen Bewegung, Energie und Wachstum den Prozess der Formgebung bestimmen. 

    Schwarmkunst in der Lerbacher Kirche von Anne Nissen und Steffen König (c) Kerstin Schulz

    Die Betrachtenden stehen vor der Projektion oder bewegen sich innerhalb der projizierten Flächen und werden Teil der immersiven Installation (virtuelle Realität), ähnlich einzelner Wassertropfen als Teil eines großen Ganzen.“ (c) Anne Nissen, Steffen König

    Hier zu den weiteren Lichtinstallationen: Lerbach leuchtet.

    Fotoblog-Lerbach leuchtet-Installationen – Kerstin Schulz

    Ein leuchtendes Pochwerk – Uli Matthias

    Osterfeuer aus Lichtschläuchen – Uli Matthias

    V. – Uli Matthias

    Unerhörte Orte – Uli Matthias

    Videoinstallation „Float“ – Uli Matthias

    Schlauchzelt auf Wiese, mit Lichtkunsteigenschaften – Uli Matthias

    Schlauchprofis im Einsatz – Uli Matthias

    Die Nabelschnur verbindet – Uli Matthias

    Märchenhaft – Uli Matthias

    Märchenhaft – Uli Matthias

    Die Nabelschnur verbindet – Uli Matthias – Alle Fotos „Lerbach leuchtet“ (c)Fotos Kerstin Schulz und Texte: Uli Matthias

    Mit der Eröffnung des Lerbacher Bleistifthauses am 18. Oktober 2025 um 17 Uhr – in der früheren Wirkungsstätte vom Dichter Wilhelm Knaute – und dem Schwarmkunst-Projekt „Lerbach leuchtet“ wird das Dorf nun selbst zur hellen Leinwand:
    Abends erstrahlen Häuser, Wege, der Lerbach und Plätze in leuchtenden Kunstobjekten – gemeinsam gestaltet von Bürgern, Vereinen und Künstlern.

    Lerbach leuchtet – im Licht der Kunst und im Herz seiner kreativen Menschen – das ist Schwarmkunst.

    Beste Grüße und einen guten Start wünscht…
    Wolfgang (Wolf) Gärtner
    email: gaertner@interform.de

    PS: Bin schon sehr gespannt auf den Bericht über dieses aktuelle Lerbacher Schwarmkunst-Ereignis.

    In bewegten Bildern – bitte jeweils im weißen Feld anklicken … mehr unter:
    https://www.atelier-dreieck.de/lerbach-leuchtet

    und:

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/hybride-ausstellung-bleistifthaus-in-osterode-eroeffnet,hallonds-2940.html

  • FotoGalerie/02.25 – Bunt sind schon die Wälder … 10.2025

    Herbstfarben – Nicht nur Sturm- und Regenwetter, auch buntes Laub gehört zum Herbst (c) Dick Mudde, wikipedia

    Wenn der Herbst deutlich spürbar und sichtbar wird, beachten wir oftmals nur die neue, bunte Welt, die sich uns darbietet…

    Ein „herbstbunter Blick“ von der Claras Höhe in das Lerbachtal (c) Karin Pinnecke

    Tatsächlich findet aber jährlich immer wiederkehrend ein natürlicher Ablauf statt, der ganz entscheidend für eine gesunde Natur in den Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter ist …

    Mühlenteich (c) Karin Pinnecke

    Im Herbst verfärben sich die Blätter an den Bäumen und Gehölzen, bevor sie dann abfallen …

    Mühlenteich (c) Karin Pinnecke

    Ursache ist der langsame Rückzug der Pflanzensäfte in den Stamm und in die Wurzeln.

    NaturErlebnisPark (c) Karin Pinnecke

    Bei diesen Farben handelt es sich um Pflanzenfarbstoffe, die teilweise im Blatt bereits vorhanden sind, teils werden sie neu gebildet …

    Viehweide im Oberdorf (c) Karin Pinnecke

    Das Chlorophyll – der Grünfarbstoff – wird abgebaut und andere Blattfarbstoffe sorgen für die bunte Färbung …

    Herbstaustrieb im Oberdorf (c) Karin Pinnecke

    Diese Farbstoffe besitzen eine Schutzfunktion vor dem Sonnenlicht, sodass die im Blatt vorhandenen Säfte in den Stamm überführt werden können, bevor das Blatt schließlich abfällt …

    Unterholz (c) Karin Pinnecke
    Weg zu den Heidelbeerköpfen (c) Karin Pinnecke
    Am Clausberg (c) Karin Pinnecke
    Kunzenloch (c) Karin Pinnecke

    Der Text des VolksLiedes „Bunt sind schon die Wälder“ , der die reiche Farbpalette des Herbstes und die Vergänglichkeit der Natur wiedergibt, wurde 1782 von Johann Friedrich Reichardt verfasst …

    Das ist ein Blätterwald! (c) Karin Pinnecke

    Die einfache, aber ausdrucksstarke Melodie und der treffende Liedertext tragen wesentlich dazu bei, dass dieses beliebte Volkslied von Generation zu Generation weitergegeben wird …

    Farbenpracht (c) Karin Pinnecke

    „Bunt sind schon die Wälder,
    gelb die Stoppelfelder …“

    Wer erkennt die Baumarten? (c) Karin Pinnecke

    „… und der Herbst beginnt.
    Rote Blätter fallen …“

    Felsgehölze (c) Karin Pinnecke

    „… graue Nebel wallen,
    kühler weht der Wind.“

    Rinderweide (c) Karin Pinnecke

    Ich hoffe, daß diese schönen HerbstFotos aus dem oberen Lerbachtal vom „Hexenzipfel“ dazu anregen, dass viele neue Motive für weitere FotoGalerien fotografiert und mir eingereicht werden.

    Golderner Oktober in Lerbach im Hexenzipfel (c) Karin Pinnecke


    Alle Jahreszeiten mit ihren ständigen – immer wieder starken – Naturveränderungen bieten herrliche neue Ansichten vom „schönsten Tal“ im Harz.

    Beste Grüße
    und vielen Dank an Karin für die Herbstfotos 2025


    Wolfgang (Wolf) Gärtner
    email: gaertner@interform.de

    PS: Diese FotoGalerien sind offen für Alle, die ihre besonderen Fotos zeigen wollen.
    Foto-Zusendungen bitte per email mit Bildbeschreibung und Aufnahmedatum.